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Inhalt
  1. 1Winter is coming
  2. 2Die vier apokalyptischen Reiter
  3. 2.1Der erste apokalyptische Reiter: Roboter
  4. 2.2Der zweite apokalyptische Reiter: Künstliche Intelligenz
  5. 2.3Der dritte apokalyptische Reiter: Virtualisierung
  6. 2.4Der vierte apokalyptische Reiter: X-Tralisierung
  7. 3Disruption in der Praxis
  8. 3.1Banken
  9. 3.2Gastronomie
  10. 3.3Verkehr und Transport
  11. 3.4Lager, Logistik und Auslieferungen
  12. 3.5Landwirtschaft
  13. 3.6Hotel- und Tourismusbranche
  14. 3.7Gesundheitssektor
  15. 3.8Büroberufe, Beamte und der öffentliche Dienst
  16. 3.9Techniker, Mechatroniker und Mechaniker
  17. 3.10Designer und Gestalter
  18. 3.11Einzelhandel
  19. 3.12Maler, Klempner und andere Berufe rund um das Handwerk
  20. 3.13Maurer, Architekten und Immobilienmakler
  21. 3.14Lehrer, Dozenten und Professoren
  22. 3.15Autoren und Verlage
  23. 3.16Journalisten
  24. 3.17Schauspieler und Musiker
  25. 3.18Übersetzer, Dolmetscher und Synchronsprecher
  26. 3.19Berater, Experten und Coaches
  27. 4Datenschutz und Privatsphäre
  28. 5Überleben trotz der vier apokalyptischen Reiter
  29. 5.1Digitale Kompetenzen aufbauen
  30. 5.2Lebenslanges Lernen
  31. 5.3Erkenne die Wichtigkeit von globaler Kommunikation
  32. 5.4Die Aufmerksamkeitsfalle
  33. 5.4.1Zufällige Belohnungen
  34. 5.4.2IKEA-Effekt
  35. 5.4.3Geschichten
  36. 5.4.4Neugierde
  37. 5.4.5Knappheit
  38. 5.4.6Sammeln
  39. 5.5Die Geschwindigkeit von technischen Errungenschaften
  40. 5.6Mut zum Risiko
  41. 5.7Limitierungen sind dein Freund
  42. 5.8Agile Methoden
  43. 5.9Das Umfeld macht den Unterschied
  44. 5.10Folge-deinem-Herzen-oder-deinen-Träumen-Bullshit
  45. 6Die letzte Festung
  46. 6.1Ist die letzte Festung unerreichbar für Maschinen?
  47. 6.2Was bedeutet dies in allerletzter Instanz?
  48. 7Schlusswort des Autors

Job Disruption · Kapitel 3

Disruption in der Praxis

Zeitungen beschreiben in zahllosen Artikeln ein Schreckensszenario, nach dem in 20 Jahren die Hälfte der Deutschen ihren Job verlieren könnten. Doch auf der anderen Seite gibt es auch genügend Artikel, die behaupten: Ja, durch die Digitalisierung wird der eine oder andere Job nicht mehr benötigt, doch die Auswirkungen sind bei weitem nicht so schlimm, wie einige Forscher behaupten. Wer recht hat, ist nicht einfach zu beantworten, da in vielen Fällen Hypothesen aufgestellt werden, die weder von der einen noch von der anderen Seite bewiesen werden können. Niemand weiß genau, wie sich die Zukunft entwickeln wird.

Eine Sache, die deutlich besser vorherzusagen ist, ist der demografische Wandel. In Deutschland lag im Jahr 2017 das Durchschnittsalter bei 45,9 Jahren. Glaubt man den Zahlen des IAB-Forschungsberichts 2016, könnte sich die Anzahl der erwerbstätigen Menschen im Worst-Case-Szenario von den heute mehr als 45 Millionen auf 36 Millionen im Jahr 2060 reduzieren. Dies entspräche einer Reduzierung um 20 % in den nächsten 40 Jahren. Würde die Produktivität eines Landes wie Deutschland in den nächsten Jahren sinken, wären dies katastrophale Zukunftsaussichten. Deshalb ist es für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung, neue Technologien zu entwickeln, die trotz des demografischen Wandels eine höhere Produktivität erzeugen. Was jedoch die Vergangenheit gezeigt hat: Der Einsatz von digitalen Systemen führt in vielen Fällen dazu, dass es viele Verlierer und nur wenige Gewinner gibt. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, welche Veränderungen in verschiedenen Branchen zu erwarten sind.